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Ostschweizer Siege in der Westschweiz

Tour de Romandie

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Michael Albasini (Orica-Scott) gewann die 1. Etappe der 71. Tour de Romandie mit einer Bergankunft in Champéry. Für den 36-jährigen WINFORCE-Athleten ist es bereits der siebente Etappenerfolg im Rahmen der Westschweizer Rundfahrt. Stefan Küng (BMC) doppelte anderntags nach.

Bei Regen und Temperaturen um die fünf Grad fiel die Entscheidung im 173,3 km langen Teilstück von Aigle nach Champéry erst auf den letzten Metern. Albasini hielt im 14 km langen Schlussanstieg mit der Spitze mit und lancierte wenige Meter vor dem Ziel von der Spitze aus den Sprint eines dezimierten Feldes. Am Ende setzte er sich im Walliser Bergort souverän vor dem Italiener Diego Ulissi und Jesus Herrada aus Spanien durch.

Albasini befindet sich derzeit in einem regelrechten Formhoch: In den letzten zehn Tagen fuhr der Ostschweizer bei den Ardennen-Klassikern Gold Race (3.), Flèche Wallonne (5.) und Lüttich-Bastogne-Lüttich (7.) dreimal in die Top 10.

Die zweite Etappe ging an Albasinis Landsmann Stefan Küng (BMC). Der zweite Ostschweizer im Feld setzte sich in der 2. Etappe in Bulle im Zweiersprint gegen denn Ukrainer Andrej Griwko durch.

Küng war in der wegen des schlechten Wetters verkürzten Etappe kurz nach dem Start in Aigle gemeinsam mit den beiden Belgiern Sander Armée und Frederik Veuchelen sowie dem Ukrainer Andrej Griwko ausgerissen. Das Quartett harmonierte lange gut, bis Griwko 4 km vor dem Ziel in die Offensive ging und ihm nur noch Küng folgen konnte. Schliesslich zog der Thurgauer rund 350 m vor dem Ziel von der Spitze aus den Spurt an. "Der Sprint war leicht bergauf, das kam mir entgegen", sagte Küng, der sich nicht mehr vom platt wirkenden Griwko überspurten liess.

Mit seinem zweiten Etappenerfolg im Rahmen der Westschweizer Rundfahrt geht für Küng eine lange Leidenszeit zu Ende. Nach seinem Sieg in der Romandie vor zwei Jahren, als er als Neo-Profi bei ähnlich widrigen Bedingungen aus einer Fluchtgruppe heraus in Freiburg einen Solosieg gefeiert hatte, wurde er immer wieder vom Pech verfolgt.

Einen letzten argen Dämpfer erlitt Küng vor zehn Monaten bei seinem Sturz an den Schweizer Zeitfahr-Meisterschafen in Martigny, als er sich Brüche an der Hüfte, der Hand und am linken Schlüsselbein zuzog. Seine Olympia-Träume mit dem ambitionierten Schweizer Bahnvierer musste der Bahn-Weltmeister von 2015 in der Einzelverfolgung daraufhin begraben. Auch nach seinem schweren Sturz am Giro d'Italia 2015, bei dem er sich einen Brustwirbel gebrochen hatte, und dem Ende 2015 diagnostizierten Pfeifferschen Drüsenfieber musste die Schweizer Radsport-Hoffnung jeweils mehrere Wochen pausieren.

In dieser Saison blieb Küng bislang von grösseren Verletzungen verschont. Vor zweieinhalb Wochen bekundete der Matura-Absolvent allerdings viel Glück, als ihm bei einem Sturz beim Klassiker Paris – Roubaix ein Mannschaftsauto über den Arm fuhr. Küng kam mit dem Schrecken davon. Er erlitt "nur" Prellungen und Abschürfungen am linken Arm, die ihn aber nicht an seinem Tagessieg in Bulle hinderten. Zum Abschluss der Tour de Romandie wurde der WINFORCE-Athlet mit dem grünen Trikot des besten Punktesammlers belohnt.

Quelle: SDA