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Sports Awards im Zeichen der Leichtathletik

Sports Awards 2019

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Was für ein Abend für die Schweizer Leichtathletik an den Sports Awards in Zürich: Die Sprinterin Mujinga Kambundji (STB) wurde zur Schweizer Sportlerin des Jahres gewählt, die 4×100-m-Frauenstaffel wurde als Team des Jahres ausgezeichnet und Adrian Rothenbühler ist der Trainer des Jahres.

In Baden-Baden erhielt die WINFORCE-Athletin Sabine Spitz im Rahmen der deutschen Wahl zum „Sportler des Jahres 2019“ den „Preis für Vorbilder im Sport“. Die Mountainbike-Olympiasiegerin von 2008 und zweifache Weltmeisterin hatte in diesem Jahr mit dem zehnten Platz in der Schweiz ihre beeindruckende Karriere beendet – bei ihrer 36. WM-Teilnahme.

Mujinga Kambundji und Christian Stucki waren an den Sports Awards die grossen Gewinner. Die Topsprinterin und der Schwingerkönig wurden in den Hauptkategorien als Schweizer Sportler des Jahres ausgezeichnet. Kambundji erhielt mehr als ein Drittel aller Stimmen und verwies Kombinations-Weltmeisterin Wendy Holdener und Tenniscrack Belinda Bencic auf die nachfolgenden Plätze. Für die Bernerin endete damit ein Jahr, das nach anfänglichen Schwierigkeiten einem Steigerungslauf gleicht, mit einem weiteren Höhepunkt. Erst zweieinhalb Monate sind vergangen, da schaffte Kambundji im Wüstenstaat Katar Historisches, indem sie sich als erste Schweizer Sprinterin an einer Freiluft-WM eine Medaille umhängen liess. An den Titelkämpfen in Doha gewann sie nach dem 200-m-Finallauf die Bronzemedaille.

Kambundji ist die erste Leichtathletin seit Anita Weyermann im Jahr 1999, die als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Trotz ihrer erst 27 Jahren ist Kambundji schon seit einem Jahrzehnt über die Leichtathletik hinaus schweizweit bekannt. Nun hat es für sie im vierten Anlauf – bereits 2014, 2015 und 2018 war sie in der Hauptkategorie nominiert – mit dem Award geklappt.

In den beiden Hauptkategorien waren mit Lea Sprunger (COVA Nyon) und Julien Wanders (Stade Genève) zwei weitere Leichtathleten nominiert, was den hohen Stellenwert der Schweizer Leichtathletik unterstreicht.

Mujinga Kambundji durfte an der TV-Gala noch ein zweites Mal aufs Siegerpodest steigen. Zusammen mit ihren Staffel-Kolleginnen Ajla Del Ponte (US Ascona), Sarah Atcho (Lausanne-Sports) und Salomé Kora (LC Brühl) schwang sie auch in der Kategorie „Team des Jahres“ obenaus. Das von Raphaël Monachon gecoachte Team lief an den Weltmeisterschaften in Doha auf den starken 4. Rang, stellte in 42,18 Sekunden einen Schweizer Rekord auf und sicherte den Schweizerinnen einen Startplatz an den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio.

Die Tessinerin Del Ponte überzeugte mit ihrer Beschleunigung am Start, die Waadtländerin Atcho übernahm die lange Gegengerade, die Bernerin Kambundji spielte ihre Stärke in der Kurve aus und die St. Gallerin Kora brachte mit ihrer Endschnelligkeit den Rekord ins Ziel. Das Quartett lief in derselben Aufstellung wie 2018, als an der Athletissima in Lausanne in 42,29 Sekunden der zuvor gültige Bestwert aufgestellt wurde. Nach Platz 5 an den WM 2017 in London und dem 4. Rang an den EM 2018 in Berlin erntete Swiss Athletics in Doha erneut die Früchte langjähriger Aufbauarbeit.

Adrian Rothenbühler ist eine wichtige Bezugsperson für Mujinga Kambundji (STB), die an den Weltmeisterschaften in Doha über 200 m Bronze gewonnen hat. Nun wurde er im Rahmen der Sports Awards in Zürich zum Schweizer „Trainer des Jahres 2019“ gekürt.

Die Zusammenarbeit begann nach den Olympischen Sommerspielen 2012 in London, als die mittlerweile 27-jährige Bernerin mit dem Krafttraining startete. Rothenbühler ist in diesem Bereich ein ausgewiesener Fachmann. Als sich Kambundji im Herbst 2013 dem in Mannheim stationierten Valerij Bauer anschloss, wurden die Dienste von Rothenbühler „selten gebraucht“. Zwar erhielt der Emmentaler die Trainingspläne, mehr als ein Beobachter und Berater war er aber nicht. Als die Sprinterin jedoch merkte, dass sie eine Veränderung möchte, versuchte er das Ganze in einer ersten Phase zu relativieren, dann vermittelte er.

Im Oktober 2017 beendete Kambundji die Zusammenarbeit mit Bauer. Danach schloss sie sich der Gruppe des englischen Coaches Steve Fudge an, doch nach einer suboptimalen Hallen-Saison und einem Leistungstest in Magglingen übernahm Rothenbühler wieder vollständig das Zepter im Krafttraining. Als es Kambundji im folgenden Sommer zunächst ebenfalls nicht wie gewünscht lief, schrieb er dann auch die übrigen Trainingspläne.

Die beiden sind mittlerweile auch an Grossanlässen ein eingespieltes Team. „Ich weiss genau, was sie braucht“, so Rothenbühler, „ich muss mich nicht in den Vordergrund bringen.“ Nach dem um fünf Tausendstel verpassten Final über 100 m an den Weltmeisterschaften in Doha führten Athletin und Coach eine „spannende Diskussion“. Kambundji hätte etwas ihre Lockerheit verloren. Aber wie kann sie diese zurückgewinnen? Die Lösung: sich keine Grenzen setzen und mit dieser Einstellung in die Rennen gehen. Der Dialog war hilfreich, das Resultat ist bekannt.

Quelle: SDA / Swiss Athletics
Bild: SRF / Valeriano Di Domenico
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