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Martin Grabs 33. letzter Kranz­festsieg

Zuger Kantonal­schwingfest Menzingen

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Martin Grab beginnt die Schwingsaison 2018 mit einer Saison und beendet danach seine Karriere. Mit fast 39 Jahren gewinnt der Rothenthurmer am WINFORCE-Hauptsitz in Menzingen ZG zum fünften Mal das Zuger Kantonalfest. Dies mit sechs Siegen. Zwei Wochen später erobert der WINFORCE-Athlet seinen 125. und letzten Kranz beim Schwyzer Kantonalfest in Sattel vor Heimkulisse.

Grabs vierter Sieg am Zuger Kantonalen 2011 war noch ein normales Ereignis. Der neuerliche Triumph des Schwyzers dagegen ist alles andere als selbstverständlich – erst recht in einem Sport, in dem es die über 30-jährigen Athleten immer schwerer haben. Für Grab war es der 33. Kranzfestsieg der aussergewöhnlichen Laufbahn.

Im Teilnehmerfeld mit immerhin sechs Eidgenossen blieb Martin Grab nur 0,75 Punkte unter dem Maximum. Auf dem Notenblatt hatte er auch den Luzerner Eidgenossen Sven Schurtenberger, einen der aktuellen Trümpfe des Innerschweizer Verbandes. Im Schlussgang bodigte Grab den Überraschungsmann Stefan Ettlin im ersten Zug.

Von der auszeichneten Frühform liess sich Grab jedoch nicht vom Rücktrittsentscheid abbringen. In einem Interview mit der Fachzeitung "Schlussgang" sagte er: "Ich laboriere schon seit längerem an Problemen in der linken Hüfte. Mit Schwingen geht es gut, aber einfache Sachen wie Schuhbinden bereiten mir Probleme."

Martin Grab aus Rothenthurm wurde am 8. Juni 1979 geboren. Als Jahrgänger des Toggenburger Überschwingers Jörg Abderhalden hatte er es in der besten Zeit der Karriere nicht einfach. Der Königstitel, für den er das Können mitgebracht hätte, blieb ihm versagt. Gleichwohl triumphierte Grab an zwei Festen mit eidgenössischem Charakter: 2002 am Expo-Schwinget in Murten und 2006 am Unspunnenfest in Interlaken.

In der Saison 2006 war Jörg Abderhalden nahezu unbezwingbar. In Interlaken verlor Grab gegen Abderhalden im 3. Gang. Er legte alle übrigen Gegner auf den Rücken, so dass es im Schlussgang zur Revanche kam. Nach genau einer Minute bodigte Grab den hohen Favoriten mit Lätz. Es war nicht nur eine riesige Überraschung, sondern auch der bis heute grösste Erfolg des Schwyzers.

2010 stand Martin Grab in Frauenfeld zum einzigen Mal im Schlussgang eines Eidgenössischen. Er hatte jedoch keine Möglichkeit mehr, Schwingerkönig werden, weil Kilian Wenger schon als Punkthöchster feststand. Grab widerstand bis in die 13. Minute, ehe er einen Hüfter des Berner Oberländers am Platzrand nicht parieren konnte.

An den Eidgenössischen Festen hat Grab dennoch mehr geleistet als die meisten. Er ist der einzige Schwinger, der von 1998 (in Bern) bis 2016 (in Estavayer) jedes Mal das eidgenössische Eichenlaub gewann, sieben Mal insgesamt. Nur der 2012 verstorbene Winterthurer Karl Meli war – als neunfacher Eidgenosse – erfolgreicher.

Quelle: SDA
Bild: profifoto.ch