Ordering overview

There are currently no products in your shopping basket.

Schweizer Rekord und Jahresweltbestleistung

Hallen-SM Magglingen

winforce_kambundji_magglingen
An der Leichtathletik-Hallen-SM in Magglingen überflügelte Mujinga Kambundji (STB) ihre Konkurrentinnen mit einem Schweizer Rekord und einer Weltjahresbestleistung über 60 m. Die SM-Titel über 60 m Hürden, im Weitsprung und im Kugelstossen gehen alle an Caroline Agnou (SATUS Biel-Stadt).

60 m
Die besten Sprinterinnen des Landes halten für die Zuschauer in der Halle „End der Welt“ etwas ganz Spezielles bereit, denn der Final wird als das beste 60-m-Frauen-Rennen in die Schweizer Leichtathletik-Geschichte eingehen. In den vergangenen Wochen liess Mujinga Kambundji bereits aufhorchen, als sie mehrmals nur knapp über ihrem Schweizer Rekord von 7,11 Sekunden blieb und sich eine Saisonbestleistung von 7,13 notieren lassen konnte. An der SM packt die 25-Jährige ihr ganzes Können aus und sprintet entfesselt zu einer neuen Bestmarke. Schon bei 7,03 bleibt die Uhr stehen, die Zuschauer kommen nicht mehr aus dem Staunen.

Nicht nur national, auch international erreicht die WINFORCE-Athletin mit ihrem Schweizer Rekord eine neue Dimension. Lohnenswert ist vor allem der Blick auf die Weltjahresbestenliste. Dort figuriert die Bernerin momentan an erster Stelle. Zusammen mit Lea Sprunger (COVA Nyon) über 400 m (51,28) kommen derzeit gleich zwei Weltjahresschnellste aus der Schweiz. In der europäischen Allzeit-Bestenliste wird Kambundji ausserdem neu an fünfter Stelle geführt. Das sind tolle Aussichten für die Hallen-WM in Birmingham (GBR/2.-4. März).

400 m
Vor einem Jahr düpierte Yasmin Giger (NET Sport Club Amriswil) die Favoritinnen, als sie diese auf den letzten Metern überspurtete. Diesmal kommt die U20-Europameisterin über 400 m Hürden mit einer ähnlichen Taktik zum Erfolg. Sie fängt die schnell gestartete Sarah Atcho (Lausanne-Sports) noch ab und läuft nach 54,12 Sekunden jubelnd ins Ziel. Atcho wird Zweite in 54,42.

60 m Hürden
Spätestens nach den Vorläufen ist klar: Im Final gibt das eine ganz enge Angelegenheit! Caroline Agnou (SATUS Biel-Stadt), die Schweizer Meisterin 2017 über 100 m Hürden, stürmt in 8,42 Sekunden mit einer nationalen Saisonbestzeit und persönlicher Bestzeit zu ihrer dritten Goldmedaille des Wochenendes (nach Weitsprung und Kugelstossen am Samstag). Entsprechend gross ist ihr Jubel!

Hoch
Wie erwartet sind Titelverteidigerin Livia Odermatt (BTV Aarau) und die Mehrkämpferin Géraldine Ruckstuhl (STV Altbüron) diejenigen Athletinnen, die am höchsten springen. Beide packen 1,80 m, wobei Odermatt einen Fehlversuch verzeichnet, der sie die Goldmedaille kostet. Auf 1,83 m versuchen sich beide Athletinnen ohne Erfolg und Ruckstuhl kann sich über den Sieg freuen. Die Bronzemedaille darf sich Caroline Agnou (SATUS Biel Stadt) umhängen lassen, die 1,74 m eine persönliche Bestleistung realisiert.

Weit
Caroline Agnou ist nicht nur eine ausgezeichnete Mehrkämpferin, sondern kann sich einmal mehr auch gegen die Spezialistinnen durchsetzen. Mit einem Satz auf 6,22 m, welcher ihr im dritten Durchgang gelingt, entscheidet sie das Titelrennen für sich. Am nächsten kommt ihr die 17-jährige Nachwuchs-Athletin Annik Kälin (AJ TV Landquart). Ihr bester Sprung geht bis auf 6,10, womit ihr nur sechs Zentimeter zu ihrem U20-Schweizer-Rekord fehlen. Géraldine Ruckstuhl schaffte es knapp nicht über sechs Meter (5,97) und holt sich die Bronzemedaille.

Kugel
Parallel zum Weitsprung verläuft das Kugelstossen. Kein Grund aber für Caroline Agnou, dort nicht auch anzutreten. Die Teilnahme lohnt sich, hievt sie sich doch auch in dieser Disziplin zuoberst aufs Podest. Und wie im Weitsprung erneut ist es der dritte Durchgang, welcher der Seeländerin am besten taugt und in dem sie die Kugel auf 14,34 m stösst.

3000 m
Achtung, fertig, los: Für Luca Noti (STB) gibt es vom Startschuss weg kein Halten. Er geht gleich an die Spitze und versucht sich in einem Tempolauf. Die hohe Pace (circa 5:28 Minuten bei 2000 m) kann der Berner hinten raus nicht ganz halten. Dennoch siegt er sicher in 8:19,13 Minuten vor Neil Burton (GBR/LC Basel).

Dass Noti seinen Titel verteidigen kann, freut ihn. „Klar, man will immer schneller sein. Aber dafür, dass ich ganz alleine gelaufen bin, ist die Zeit okay. Immerhin konnte ich hier 3 km lang so schnell laufen wie Julien im Halbmarathon“, fügt er mit einem Schmunzeln an. Seine Aussage ist eine Anspielung auf die sensationelle Halbmarathon-Zeit, die Julien Wanders (Stade Genève) am vergangenen Wochenende in Barcelona gelaufen ist (1:00:09 Stunden).

60 m Hürden
Mit Spannung erwartet wurde das Duell zwischen den Mitgliedern des Fördergefässes „World Class Potentials“, Jason Joseph (LC Therwil) und Brahian Peña (GG Bern). Zwar kommt der Thurgauer im Final besser aus den Blöcken als der Baselbieter, doch Joseph hat den längeren Atem und egalisiert mit 7,78 Sekunden seine persönliche Bestleistung. So wird Joseph seiner Rolle als Titelanwärter Nummer eins gerecht, ist er doch als Saisonschnellster angetreten. Peña baut auf den letzten Metern ab und kommt mit 8,02 nicht an seine Leistung vom Vorlauf (7,84) heran.

Quelle: Swiss Athletics