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Europameisterschaft

Amsterdam

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Lehmann und Kempf: Team-Europameister im Halbmarathon

Swiss Athletics durfte im Museumsquartier von Amsterdam am Sonntagmorgen nicht nur die Goldmedaille von Abraham Tadesse bejubeln, sondern auch den Sieg in der Teamwertung feiern – dank zwei Sekunden Vorsprung vor Spanien. Platz 3 ging an Italien.

In die Wertung kamen die Zeiten der besten drei Läufer von jedem Land. Zu den Top 3 der Schweiz zählten neben Abraham Julien Lyon als 15. (Stade Genève/1:04:40) und Adrian Lehmann als 26. (LV Langenthal/1:05:21). Anders als vor zwei Jahren beim EM-Marathon in Zürich zählen die Podestklassierungen der Teams nun auch für den Medaillenspiegel.

Lyon: "Ich habe mich wirklich gut gefühlt und konnte mein Maximum abrufen. Mein Coach wiederholte immer und immer wieder: Jede Sekunde zählt, jede Sekunde zählt für das Team. Halbmarathon ist eine harte Stunde Arbeit, ich konnte mich aber gut konzentrieren und auf den letzten Kilometern gar noch zwei Läufer überholen."

Lehmann: "Ich habe versucht, am Anfang einen guten Rhythmus zu finden. Die ersten drei Kilometer lief ich in 9:00 Minuten. Da wusste ich, ich bin etwas zu schnell unterwegs, nahm dann Tempo raus. Mit der Zeit schaute ich aber nicht mehr auf die Uhr sondern auf die Leute. Ich versuchte, in der Gruppe locker und ökonomisch zu laufen. Bei 12 km drehte ich auf, was aber wohl etwas zu früh war. Ich litt, aber ich dachte nur ans Team und dass jede Sekunde zählt."

Kempf: "Ich probierte, einen guten, realistischen Rhythmus anzlaufen. Ich hatte aber kein gutes Gefühl. Nach der ersten Runde war ich aber immer noch in Schlagdistanz zu den anderen Schweizern. Als sie weg waren, war die Luft draussen. Ich versuchte zu pushen und zu fighten aber es kam einfach nicht mehr."

Bei den Frauen siegte die Portugiesin Sara Moreira vor der Italienerin Veronica Inglese. Bronze ging dank Jessica Augusto ebenfalls nach Portugal. Nicht auf Touren kam hingegen Maja Neuenschwander (STB), die Rang 23 (1:13:18) hinnehmen musste. Die Teamwertung bei den Frauen gewann Portugal überlegen vor Italien und der Türkei, die Schweiz wurde Sechste.

Neuenschwander: "Das Problem ist, dass ich keine Erklärung für dieses Resultat habe. Sonst könnte ich das verarbeiten, so aber stehe ich im luftleeren Raum. Es ist schwierig dies anzunehmen, denn die Trainings waren gut, es passte alles. Nach 10 km ging aber nichts mehr. Die einzige mögliche Erklärung ist, dass ich erst vor einer Woche aus dem Höhentraining in St. Moritz zurückgekehrt bin."

Frauen-Staffel nahe am Schweizer Rekord
Die weibliche 4x100-m-Staffel, die wie im Vorlauf in der Besetzung Ajla Del Ponte (US Ascona), Sarah Atcho (Lausanne-Sports), Ellen Sprunger (COVA Nyon) und Salomé Kora (LC Brühl) antrat, wartete erneut mit einer guten Leistung auf. Mit 43,00 Sekunden liefen sie bis auf 13 Hundertstel an den am Samstag aufgestellten Schweizer Rekord heran. Das reichte zu Platz fünf, zur Bronzemedaille fehlte dem Quartett 52 Hundertstel.

Atcho: „Der Lauf war schwierig, vor allem die Übergabe zwischen Ellen und mir. Wir haben einiges an Risiko genommen. Erst dachten wir, ich habe Rückenwind, dann war ich mir plötzlich nicht mehr sicher. Es war wirklich schwierig."

E. Sprunger: „Der Wechsel zwischen Sarah und mir war ganz schlecht. Dabei wäre er gestern perfekt gewesen. Ich weiss nicht, ob ich zu früh los lief oder ob wir den Wind falsch eingeschätzt haben. Er drehte ständig. In ein paar Stunden sind wir mit diesem Rennen zufrieden, auch wenn es nicht so gut war wie gestern."

Männer-Staffelauf mit dem siebten Rang
Die 4x100-m-Staffel der Männer um Pascal Mancini (FSG Estavayer), Amaru Schenkel (LV Winterthur), Suganthan Somasundaram (LC Zürich) und Alex Wilson (Old Boys Basel) hatten am Samstag schon mit der Final-Qualifikation eine grosse Leistung gezeigt. Am Sonntag konnten sie –zumindest was die Zeit anbelangt – nicht mehr ganz dort anschliessen. Es resultierte in 39,11 Sekunden der siebte Schlussrang.

Schenkel: „Wir sind als 16. Hierher gekommen, sind als Siebte in den Final gelaufen und hier wieder Siebte geworden. Ist das gut? Schwierig zu sagen. Es war sehr schwierig und wir haben das Beste herausgeholt. Wir sind etwas erstaunt über die Zeit. Bahn 1 war nicht einfach." (Swiss Athletics)