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Mountainbike Worldcup

Lenzerheide

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Dritte: Jolanda Neff kommt beim Heimweltcup wieder in Schwung

Die beiden Stöckli-Frauen sind weiter top. Jolanda Neff surfte, getragen von einer großen Zuschauerkulisse in Lenzerheide, beim Weltcup auf die dritte Position. Lange durfte man sogar noch auf den Sieg der 23-Jährigen hoffen. Alessandra Keller wurde zum dritten Mal in dieser Saison Sechste und bestätigte ihre Zugehörigkeit zur Weltklasse. Bei den Männern überzeugten vor allem die Athleten des MMR Factory Racing Teams und des Multivan Merida Biking Teams.

„Ein Silberstreif am Horizont“, nannte Jolanda Neff ihren Wettkampf. Auch wegen des Resultats, das im Vergleich zur WM einen Fortschritt bedeutete. Das galt vor allem ihren Rückenbeschwerden. „Der Rücken hat heute und auf dieser Strecke schon gelitten. Aber im Gegensatz zur WM konnte ich heute wenigstens eine Stunde lange ohne Probleme fahren, das war super cool“, erklärte Neff.

Am Ende dieser Stunde war sie nach einem dosierten Beginn bei Platz zwei, 20 Sekunden hinter der führenden Weltmeisterin, angelangt. „Ich konnte einige Male schön Druck ausüben“, freute sie sich. Dass dann der Rücken wieder anfing zu schmerzen, das sei zu erwarten gewesen.

„Ich habe die vergangene Woche sehr viel in Behandlung investiert. Deshalb war ich auch in der ersten Stunde wohl nicht ganz bei hundert Prozent. Aber ich habe mich riesig gefreut, hier fahren zu können. Die Stimmung war grossartig, da waren so viele Leute, die uns angefeuert haben.“

Davon profitierte auch Alessandra Keller. Die 20-Jährige fuhr wieder einmal ein grandioses Rennen und kämpfte in der letzten Runde gegen die routinierte Ex-Weltmeisterin Maja Wloszczowska aus Polen um den fünften Platz. Dass es nicht ganz reichte, nahm sie gelassen. „Ich konnte ein konstantes Rennen fahren. Dass ich zum dritten Mal Sechste geworden bin, das zeigt meine Konstanz. Darauf kann ich stolz sein“, meinte Keller und strahlte. „Das Publikum hat mich super motiviert.“ Dass sie einmal aufs Podium fährt, dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.

Mathias Flückiger hingegen gelang es, weder an der WM noch beim Heimweltcup, sein Potential auszuschöpfen. „Ich verstehe die Welt nicht mehr und bin völlig ratlos“, schüttelte er über seinen 43. Rang den Kopf. Bis Rio will er sich wieder in Topfform bringen.

MMR Factory Racing Team gewinnt Teamwertung
Für Rio wurden auch David Valero und Carlos Coloma vom spanischen MMR Facotry Racing Team selektioniert (neben Catriel Soto und dem Merida-Aushängeschild Jose A. Hermida). Valero setzte sogar noch einen drauf, indem er als Fünfter erstmals in seiner Karriere aufs Weltcuppodium fuhr. Carlos Coloma folgte als Achter, Pablo Rodríguez als 22. und der Argentinier Catriel Soto auf 48. In der Mannschaftswertung schwang das WINFORCE-Team ebenfalls zum ersten Mal obenaus.

Ondrej Cink und Thomas Litscher in den Top 15
Die drei Athleten vom Multivan Merida Biking Team hatten hart zu kämpfen: Ondrej Cink wurde im Rennen der Männer in der ersten Kurve in die Abschrankungen gedrängt, musste voll abbremsen und danach mit einem schweren Gang wieder antreten. Der Tscheche startete eine furiose Aufholjagd und gab sich im Ziel kämpferisch: „Ich musste für einige Runden alles geben, um wieder in die Top 15 vorzufahren. Dass es danach noch für Rang 10 gereicht hat, freut mich besonders. Ohne den Zwischenfall gleich nach dem Start wäre heute eine Podiumsplatzierung möglich gewesen.“

Thomas Litscher wurde nach einem guten Start in der zweiten Runde von einem Platten ausgebremst, liess sich davon jedoch nicht beirren: „Der Weg zurück nach vorne hat Körner gekostet, und darum musste ich auf den letzten beiden Runden etwas rausnehmen. Ich wollte lieber ein solides Resultat erzielen, als es mit Brechstange zu probieren und zu explodieren. Mit Rang 14 habe ich das als viertbester Schweizer im Rennen geschafft. Der Plattfuss hat mich wohl 40 Sekunden gekostet – da wäre heute noch mehr möglich gewesen.“ Jose Hermida gab in der sechsten von acht Runden auf, ist aber zuversichtlich im Hinblick auf seine fünfte Olympia-Teilnahme.