Vue d'ensemble de la commande

Votre panier est vide pour le moment.

10. Weltcup­sieg für Jolanda Neff

MTB-Weltcup Albstadt

winforce_neff_albstadt
Jolanda Neff konnte in Albstadt ihren 10. Weltcupsieg feiern. Die WINFORCE-Athletin distanzierte die Konkurrentinnen mit über 2 Minuten. Elisabeth Brandau zeigte sich kämpferisch und rollte quasi das gesamte Feld von Startposition 46 auf und kam am Ende auf Platz 5 ins Ziel. Bei den Männern überzeugten David Valero (MMR Factory Racing Team) als Siebter und Nicola Rohrbach, dem als Zehnter sein erstes Top-Ten-Ergebnis im Weltcup gelang. Hinter Rohrbach klassierten sich Lars Forster (11.) und Reto Indergand (12.) vom BMC MTB Racing Team.

Im Frauenrennen durften die deutschen Zuschauer endlich mal jubeln. Nicht über einen Sieg, aber über einen fünften Platz für Elisabeth Brandau. Für die WINFORCE-Athletin bedeutete das den ersten Podiums-Platz ihrer Karriere im Weltcup. Aber auch insgesamt erlebte das Bullentäle ein spektakuläres Rennen. Der Regen hatte die Strecke enorm schwer gemacht und so gab es – auch durch Stürze – permanent Positionswechsel.

Jolanda Neff setzt sich bereits in Runde eins von sechs an die erste Position und spielt auf dem vom Regen extrem rutschigen Gelände ihre fahrtechnischen Fähigkeiten aus. Die 25-jährige Weltmeisterin war eine Klasse für sich und gewinnt ungefährdet wie ihre Eidgenossin Sina Frei am Morgen im Rennen davor.

„Ich freue mich riesig über diesen Sieg. Das sind meine Lieblingsbedingungen. Ich war immer informiert über meinen Vorsprung und so konnte ich ohne Stress vorne fahren. Die Stimmung an der Strecke war gewaltig, die Leute waren voll dabei“, erklärt die neue Weltcupleaderin, die vor Kurzem noch Verletzungsprobleme am Oberschenkel hatte.

Hinter ihr gewann Europameisterin Yana Belomoina die Auseinandersetzung um Rang zwei. Belomoina war mit Elisabeth Brandau in Richtung Verfolgergruppe gefahren und mit ihr dort angekommen. Die Schwäbin war mit Startnummer 46 ins Rennen gegangen und deshalb mit einem beträchtlichen Handicap unterwegs. Sie lieferte eine famose Aufholjagd ab und brachte den Hexenkessel Bullentäle zum Kochen.

Brandau gelang ein guter Start, sie reihte sich an 35. Stelle ein und holte dann kontinuierlich auf. In Runde drei kam sie mit ihrer fulminanten Vorstellung am Berg bereits in den Top-Ten an und arbeitete sich dann an die Verfolgergruppe heran.

Zwischenzeitlich fuhr die Schwäbin sogar an dritter Stelle, doch in den rutschigen Abfahrten ging die zweifache Mutter auf Nummer Vorsicht und büsste deshalb immer wieder Zeit ein. Als Fünfte und mit drei Sekunden Vorsprung ging Brandau in den letzten Anstieg und holte genug Vorsprung heraus, um zum ersten Mal auf dem Weltcup-Podium zu stehen. „Es macht schon Spass, hier vorne mitzufahren“, meinte die WINFORCE-Athletin beim Pressegespräch mit ihrem ersten Kind Max auf dem Arm.

Adelheid Morath stürzte beim Comeback bereits in Runde eins und schied aus. Sabine Spitz schien auf die falschen Reifen gesetzt zu haben und wechselte die Gummis. Doch auch damit erreichte sie nicht das Ziel. „Ich bin einfach nicht gut ins Rennen und mit den rutschigen Bedingungen nicht zurechtgekommen. Es war einfach nicht mein Tag“, gab Spitz im Ziel zu Protokoll. Marathon-Europameisterin Gunn-Rita Dahle Flesjå, ausgebremst durch falsche Reifen und Materialprobleme, wurde 14., versprach aber, beim nächsten Weltcup in Nove Mesto wieder vorne mitmischen zu wollen.

Zwei Tage vor dem Weltcup hatte in Albstadt erstmals das Short Track stattgefunden. Das heisst, die Top 40 der Weltrangliste mussten das 25-Minuten-Rennen fahren. Der Nicola Rohrbach aus Edlibach ZG rutschte als Zweitletzter gerade noch ins Feld und damit in die letzte Startreihe. Dank konstant hohem Speed schaffte er es noch in die vorderste Gruppe, schliesslich wurde er 16.

Damit stand er im Cross-Country-Rennen in der zweiten Startreihe. Nach einer schwieirigen Startminute fand der WINFORCE-Athlet gut ins Rennen und fuhr auf Rang 10 – nie war im Weltcup besser gewesen. Gar auf Rang 7 schaffte es der spanische Meister David Valero (MMR Factory Racing Team), der sich wie Brandau um 40 Positionen fast durchs ganze Feld gekämpft hatte. Sein Weltcupbestresultat lieferte Valero letztes Jahr in Nove Mesto ab, als er Zweite hinter Weltmeister und Olympiasieger Nino Schurter wurde...

Im U23-Rennen waren Filippo Colombo (BMC MTB Racing Team) und Junioren-Europameister Jofre Cullell als Fünfter bzw. Siebter die besten WINFORCE-Athleten.

Quelle: aCrossTheCountry
Bild: Tomasz Swierczyński / KROSS Racing Team